Herzstolpern, Herzrasen, ein Ziehen in der Brust – oder einfach der Wunsch zu wissen, ob mit Ihrem Herzen alles in Ordnung ist? Das EKG ist die schnellste und einfachste Untersuchung, um die elektrische Aktivität Ihres Herzens sichtbar zu machen: schmerzfrei, ohne Strahlung und in wenigen Minuten erledigt. Hier erfahren Sie, wie das Ruhe-EKG abläuft, was es zeigen kann – und wo seine Grenzen liegen.
Das Wichtigste in Kürze
- Das EKG zeichnet die elektrischen Impulse auf, die jeden Herzschlag steuern – völlig schmerzfrei und ohne Strahlung.
- Die eigentliche Aufzeichnung dauert nur wenige Sekunden bis Minuten; der ganze Termin ist meist in 10–15 Minuten erledigt.
- Das Ruhe-EKG erkennt u. a. Herzrhythmusstörungen, Reizleitungsstörungen und Hinweise auf einen (durchgemachten) Herzinfarkt.
- Ein normales Ruhe-EKG ist beruhigend, schließt aber nicht jede Herzerkrankung aus – die Einordnung gehört in ärztliche Hände.
- Bei uns gehört das EKG zur strukturierten Herz-Kreislauf-Untersuchung – mit verständlicher Befundbesprechung.
Was ist ein EKG – und wie funktioniert es?
Jeder Herzschlag beginnt mit einem winzigen elektrischen Impuls, der sich wellenförmig über den Herzmuskel ausbreitet und ihn zum Zusammenziehen bringt. Das Elektrokardiogramm (EKG) misst diese Ströme über Elektroden auf der Haut und zeichnet sie als die bekannte Zackenkurve auf. Aus Form, Höhe und Abstand dieser Zacken lässt sich ablesen, ob Ihr Herz regelmäßig schlägt, ob die Erregung geordnet weitergeleitet wird und ob es Hinweise auf eine Schädigung des Herzmuskels gibt.
Wichtig zu wissen: Das Gerät leitet lediglich die körpereigenen Signale ab – es fließt kein Strom in Ihren Körper. Die Untersuchung ist damit völlig schmerzfrei, ohne Strahlenbelastung und beliebig oft wiederholbar, auch in der Schwangerschaft.
Wann ist ein EKG sinnvoll?
- Bei Beschwerden: Herzstolpern, Herzrasen, Schwindel, Luftnot bei Belastung oder unklarem Druckgefühl in der Brust – das EKG ist hier der erste diagnostische Schritt.
- Bei Bluthochdruck: langjährig erhöhter Blutdruck kann Spuren am Herzen hinterlassen, etwa eine Verdickung des Herzmuskels – das EKG liefert erste Hinweise.
- Im Rahmen der Vorsorge: als Baustein des Gesundheits-Check-ups, besonders bei familiärer Vorbelastung mit Herzerkrankungen.
- Vor besonderen Belastungen: etwa vor Beginn eines intensiven Trainingsprogramms oder vor Operationen.
- Zur Verlaufskontrolle: bei bekannten Herzerkrankungen oder unter Medikamenten, die den Herzrhythmus beeinflussen können.
So läuft das Ruhe-EKG in unserer Praxis ab
Keine Sorge vor dem Termin – kaum eine Untersuchung ist unkomplizierter. So läuft das EKG in der Privatpraxis Lindenthal in Stuttgart-Mitte ab:
- Vorbereitung: Sie machen den Oberkörper frei und legen sich entspannt auf die Liege. Fußgelenke und Handgelenke bleiben zugänglich.
- Elektroden anbringen: zehn Klebe- oder Saugelektroden werden an Brustkorb, Armen und Beinen platziert – daraus entstehen die zwölf Standard-Ableitungen.
- Aufzeichnung: jetzt heißt es nur: ruhig liegen, normal atmen, nicht sprechen. Die eigentliche Messung dauert etwa 10 bis 30 Sekunden.
- Besprechung: wir werten die Kurve direkt aus und erklären Ihnen den Befund verständlich – inklusive der Frage, ob und welche weiteren Schritte sinnvoll sind.
Tipp für ein sauberes EKG: Kommen Sie möglichst entspannt zum Termin und verzichten Sie kurz vorher auf Kaffee, Nikotin und Sport. Auf Körperlotion am Oberkörper verzichten Sie am Untersuchungstag besser – die Elektroden haften dann deutlich besser. Muskelzittern (etwa durch Frieren oder Anspannung) kann die Kurve stören.
